Der Mondkalender

Bereits in der Steinzeit setzte der Mensch auf eine Art Mondkalendarium, den Lunarkalender. Dieser orientierte sich an den Mondmonaten. 12 Mondmonate ergaben ein Mondjahr, welches im Gegensatz zum Sonnenkalender um 11 Tage kürzer war. Früher richteten sich die Menschen besonders bei der Jagd und der Fischerei nach diesem Kalender. Heute noch findet diese Art des Kalenders Gebrauch. Im Islam und in Asien hält man sich bei religiösen und traditionellen Festen an dem Mond. Jedoch ging die Bedeutung des Lunarkalenders immer mehr zurück.

Seit geraumer Zeit ist besonders im ländlichen Bereich der Mondkalender, der sich an die vier Mondphasen hält, von besonderer Bedeutung. Die Mondphasen ergeben sich aus Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond. Bei Neumond sollte man sich um die Neugestaltung der eigenen Wohnung kümmern, eine Umzug planen, neue Freundschaften knüpfen, Pflanzen abschneiden und im Bezug auf die Gesundheit einen Fastentag einlegen. In der Phase des zunehmenden Mondes steht Entspannung am Programm und das Einmachen von Marmelade.

Der Vollmond ist ideal für den Start einer Diät, für das Düngen der Pflanzen und die Kräuterernte. Jedoch sollten in dieser Phase keine Operationen durchgeführt werden. Während des abnehmenden Mondes kümmert man sich am besten um den Hausputz und Malerarbeiten. Impfungen sollten jetzt durchgeführt und die Zähne behandelt werden.

In Bezug auf die Gesundheit übt der Mond, ohne dass es die Menschen wissen, starken Einfluss darauf. Jeder Körperbereich reagiert bei einem der 12 Tierkreiszeichen. Dies bedeutet, dass während der Mond eines dieser Zeichen durchläuft, ein Körperteil besonders empfindlich reagieren kann. Durchwandert der Mond das Zeichen Widder, kann dies auf den Kopf, die Augen oder das Gehirn Auswirkungen haben. Steht der Mond zum Beispiel im Zeichen der Fische, sind die Füße betroffen.

Viele Menschen halten sich bei den unterschiedlichsten alltäglichen Dingen an den Mondkalender. Zum Beispiel beim Gießen der Blumen, beim Haare schneiden oder bei der Babyplanung. Jedoch konnten bis heute die Auswirkungen des Mondes auf den Menschen nicht nachgewiesen werden.